„Agrar-Oscars“ an junge Filmemacher verliehen
Mit preisgekrönten Videos beschreiben Bäuerinnen und Bauern ihren Hof-Alltag – frei von Landromantik, Kitsch und Klischees

Bildquelle:
(c) Stefan Schwartz / Pixelio - www.pixelio.de
Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner und Handball-Nationaltorhüterin Clara Woltering haben am Freitag auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin die ersten deutschen „Agrar-Oscars“ überreicht. Mehr als 150 junge Landwirtinnen und Landwirte hatten unter dem Motto „Kein Bock mehr auf Klischee!“ dreiminütige Videos über ihr Leben und ihre Arbeit gedreht, um der Öffentlichkeit ein realistisches Bild von der heutigen Landwirtschaft zu vermitteln. „Immer mehr Verbraucher haben keinen direkten Bezug mehr zur Landwirtschaft und zur Produktion von Lebensmitteln. Das liegt auch an der Werbung und den trügerischen Zerrbildern einer Landwirtschaft, die es seit 50 Jahren nicht mehr gibt. Ich freue mich, dass dieser Wettbewerb aufräumt mit überholten Klischees und einen Blick auf die Wirklichkeit bietet", sagte Aigner bei der Preisverleihung. „Ich bin begeistert, wie authentisch und offen die jungen Filmemacher ihren Alltag darstellen. Man spürt regelrecht, wie viel Spaß die jungen Landwirte an ihrem Beruf haben, wie wohl sie sich auf dem Land fühlen und wie erfüllend es sein kann, Bauer zu sein“, sagte Aigner.
Eine Jury hatte im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „Clip my farm“ vorab elf Videos ausgewählt und deren Macher zur Verleihung der mit insgesamt 20.000 Euro dotierten Preise nach Berlin eingeladen. Den ersten Preis überreichte die Bundesministerin an Georg Müller aus Reiskirchen in Hessen. Gemeinsam mit Philipp Fay hatte er das Video mit dem Titel „Bauer ist, was du draus machst“ gedreht, das gekonnt mit Emotionen, Stimmungen und Idylle spielt und trotzdem realistisch bleibt.
Die weiteren Gewinner und ihre Filme:
2. Platz: „Himbeertoni“ von Tobias Jürgens aus Vollerwiek in Schleswig-Holstein
3. Platz: „Born for Korn – Jobst wird Bauer“ von Anne und Jobst von Petersdorff-Campen aus Kirchberg in Niedersachsen
4. Platz: „Helena“ von Helena Kallen, Niklas Geller und Eric Onder de Linden aus Dormagen in Nordrhein-Westfalen
5. Platz: „Funkenbauer – Das Land ist nicht genug“ von Simon Stöckle, Kerstin Royla und Martin Folgmann aus Unterthingau in Bayern
Sonderpreis in der Kategorie „Bester Jugendfilm“: „Auch Mädchen lieben Landwirtschaft“ von Wencke Clausen-Hansen aus Winnert in Schleswig-Holstein.
Quelle:
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), Presseinformation Nr. 16 vom 20.01.2012
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