BSE: Zahl der Erkrankungen nimmt ab
Weltweit sind 2005 nur halb so viele BSE-Fälle aufgetreten wie im Vorjahr - Gefahr der Ansteckung mit BSE ist äußerst gering

Bildquelle:
aid infodienst
(aid) - Die Rinderkrankheit BSE ist weltweit stark rückläufig. Im Jahr 2005 wurden nur knapp halb so viele BSE-Fälle nachgewiesen wie im Vorjahr, berichtet die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO). Die Bovine Spongiforme Enzephalopathie, kurz BSE, bedeutet übersetzt schwammartige Gehirnerkrankung des Rindes. Sie wird vermutlich durch infektiöse Eiweiße, so genannte Prione, ausgelöst, mit denen sich die Rinder durch Verfütterung von Tiermehl angesteckt haben.
Mitte der 80er-Jahre wurde BSE zum ersten Mal in Großbritannien nachgewiesen. Die Zahl der Erkrankungen stieg von Jahr zu Jahr und erreichte 1992 mit über 37.000 neuen Fällen ihren Höchststand. Auch in anderen europäischen Staaten ist BSE aufgetreten. In den vergangenen drei Jahren hat sich die Situation laut FAO aber deutlich gebessert. Im Jahr 2003 wurden noch 1.646 Neuerkrankungen festgestellt, in 2004 waren es 878, und 2005 starben weltweit nur 474 Tiere an der Rinderkrankheit.
Die Gefahr, sich mit BSE anzustecken, ist äußerst gering. Reines Muskelfleisch gilt als unbedenklich. Wer zum streng kontrollierten Öko-Rindfleisch greift, trifft eine sichere Wahl.
Quelle: Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO),
Pressemeldung vom 23. März 2006
Quelle:
was-wir-essen.de, Newsletter Nr. 7 vom 29.03.2006
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