Deutschland ist größter Bioabnehmer der EU
Biobranche erwartet steigende Umsätze

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Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner erklärte heute anlässlich ihres Besuches auf der BioFach in Nürnberg, dass davon auszugehen sei, dass die Umsätze in der Biobranche in den kommenden Jahren weiter steigen werden. Aigner hob bei ihrem Rundgang über das Messegelände die Bedeutung des Ökolandbaus in Deutschland hervor.
"Der Ökolandbau ist ein erfolgreicher Wirtschaftszweig in Deutschland, der in besonderem Maße auf die Nachhaltigkeit ausgelegt ist. Er erhält und schont die natürlichen Ressourcen und hat vielfältige positive Auswirkungen auf die Umwelt", sagte Aigner.
Deutschland ist innerhalb der Europäischen Union der größte Absatzmarkt für Bioprodukte und steht weltweit nach den USA an zweiter Stelle. Rund ein Drittel der 17,9 Milliarden Euro, die in der EU mit Bioprodukten erwirtschaftet werden (ohne Export), gehen damit auf den deutschen Umsatz mit Biowaren zurück. Dabei gilt zu berücksichtigen, dass die Versorgung des deutschen Marktes mit Bioprodukten derzeit noch auf einem relativ hohen Importanteil basiert. "Wir sehen, dass die Verbraucher zunehmend mehr regionale und saisonale Produkte kaufen. Das ist eine Chance auch für die Biobranche. Hier sehe ich ein großes Potenzial für die deutschen Landwirte", sagte Aigner. Um die Möglichkeiten des nationalen und des internationalen Marktes zu nutzen, müsse daher die Qualität und die Produktivität weiter verbessert sowie die Logistik- und Distributionskosten gesenkt werden.
Die wachsende Bedeutung der Biobranche zeigt sich auch in der stetig zunehmenden Zahl der ökologisch bewirtschafteten Flächen und der ökologisch wirtschaftenden Betriebe. Im Jahr 2009 wurden rund 947.000 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche von 21.047 Betrieben ökologisch bewirtschaftet. Laut Branchenangaben soll im Jahr 2010 die ökologisch bewirtschaftete Fläche sogar die eine Million Hektar-Marke überschritten haben. Weltweit beträgt die ökologisch bewirtschaftete Fläche rund 35 Millionen Hektar.
Quelle:
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Pressemitteilung Nr. 47 vom 18.02.2011
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