Lebensmittelsicherheit in Europa
10 Jahre EFSA

Bildquelle:
aid infodienst e.V.
(aid) - Im Januar 2002 hat sie ihre Arbeit aufgenommen, die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Seither ist sie Dreh- und Angelpunkt der Lebensmittelsicherheit in ganz Europa. Als wissenschaftlich unabhängige Behörde erarbeitet sie Grundlagen für Gesetze und die europäische Lebensmittelsicherheits-Politik im Allgemeinen.
Aktiv wird die EFSA im Auftrag der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlamentes oder der EU-Mitgliedstaaten. Sie nimmt aber auch auf eigene Initiative wissenschaftliche Bewertungen vor. Zu ihrem Tagesgeschäft zählt die wissenschaftliche Bewertung zum Beispiel von Allergenen, Zusatzstoffen oder zur Tier-und Pflanzengesundheit. Genauigkeit ist dabei genauso gefragt wie Geschwindigkeit. Das gilt insbesondere im Krisenfall, wenn etwa ein Mitgliedstaat meldet, dass ein Lebensmittel ein Gesundheitsrisiko bergen könnte. Dann arbeiten die rund 400 Mitarbeiter der Behörde auf Hochtouren. Rückenstärkung erfahren sie aus einem Pool von über 1.300 externen Wissenschaftlern.
Ob nun Tagesgeschäft oder eine aktuelle Krise, der Arbeitsablauf der EFSA folgt praktisch immer demselben System: Zuerst geht es darum, eine etwaige Gefahr zu identifizieren, also Ursachen und Wirkungen zu ermitteln. Dann nehmen die EFSA-Wissenschaftler das Thema genauer unter die Lupe: In welchen Mengen birgt ein Stoff ein Gesundheitsrisiko und in welchem Maße ist der Verbraucher diesem ausgesetzt. Relevant sind dabei viele Faktoren, etwa das Alter der Konsumenten, die Lebensmittelgruppe oder auch in welcher Form - verarbeitet oder unverarbeitet - ein Lebensmittel später verzehrt wird. Auf Basis dieser Daten folgt die Risikobewertung, die Grundlage für die politischen Entscheidungsträger ist.
Aufgabe der EFSA ist es außerdem, die Kluft zwischen Wissenschaft und Verbrauchern zu schließen. Denn zu ihren "Kunden" zählen auch die Interessenvertreter und Verbraucher, also Personen mit oft nur mäßigem naturwissenschaftlichem Hintergrundwissen. Ihnen helfen die auf der Internetseite veröffentlichen Gutachten im Alltag kaum. Deshalb muss die Behörde ihre Botschaften auch allgemeinverständlich verpacken. Und nicht nur das: Risiken können sich lautlos über EU-Ländergrenzen hinweg verbreiten. Daher leistet die EFSA auf internationaler Ebene ihren Beitrag zur Risikobewertung. Künftig soll dieser weiter ausgebaut werden, so der Strategieplan der Behörde.
Dr. Christina Rempe, www.aid.de
Quelle:
aid infodienst, aid-PresseInfo Nr. 4 vom 25.01.2012
Weitere Informationen:
Bookmark speichern:
Speichern Sie diese Seite als digitales Lesezeichen.
Klicken sie einfach auf eines der Symbole, um diese Seite als Bookmark zu hinterlegen:
Hinweis: Durch Klicken auf eines der Symbole verlassen Sie die Seite www.talkingfood.de
Hinweis: Die hier dokumentierten Pressemitteilungen geben nicht in jedem Fall die Meinung des aid infodienstes, Bonn wieder.




