Mehr Transparenz für regionale Produkte
Verbraucherministerium setzt sich für freiwillige Kennzeichnung ein
Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner will die Vermarktung regionaler Produkte durch die Definition von Kriterien für ein freiwilliges Regionalsiegel unterstützen. „Mehr als die Hälfte der deutschen Verbraucher achtet beim Einkauf auf Produkte aus der Region. Deshalb ist es wichtig, Transparenz zu schaffen. Denn die Verbraucher wollen wissen, woher die Zutaten für regionale Lebensmittel kommen und wie sie produziert wurden. Die Kennzeichnung muss Klarheit schaffen: Wo regional drauf steht, muss auch regional drin sein. Ich möchte deshalb ein verlässliches Regionalsiegel auf den Weg bringen, dass den Kunden als Orientierung dient und den Anbietern als freiwilliges Instrument zur Verfügung steht“, sagte Ministerin Aigner heute auf der Jahresveranstaltung des europäischen Gemeinschaftsprojekts „Alpen-Kulinarik“ im oberbayerischen Garmisch-Patenkirchen.
Unter dem Motto „Alpen-Kulinarik – so schmeckt die Region“ präsentieren regionale Lebensmittelhersteller ihre Produkte der alpenländischen Küche. Die „Alpen-Kulinarik“ ist ein von der EU gefördertes, grenzüberschreitendes Gemeinschaftsprojekt der Universität Salzburg (Zentrum für Gastrosophie), des Tourismusverbandes München-Oberbayern e.V. und der Fachhochschule Salzburg (Tourismusforschung). Ziel der „Alpen-Kulinarik“ ist es, regionale Akteure und Kooperationen in den Projektregionen Oberbayern und dem Salzburger Land zu stärken, grenzüberschreitend zu vernetzen und durch Informationsveranstaltungen weiterzubilden.
„Die Alpen-Kulinarik ist eine starke europäische Partnerschaft, die sich erfolgreich für die bessere Vermarktung von Bergprodukten und der Region einsetzt. Produkte der alpenländlichen Landwirtschaft stehen in besonderer Weise für Ursprünglichkeit, Nachhaltigkeit, Naturnähe und Tradition. Ich begrüße es, dass die Europäische Kommission derzeit eine besondere Kennzeichnung für Produkte aus dem Berggebiet prüft. Wir brauchen klare Kennzeichnungen und verlässliche Kriterien, damit sich die Verbraucher beim Einkauf orientieren können, und zwar europaweit“, so die Ministerin.
Quelle:
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), Pressemitteilung Nr. 224 vom 24.10.2011
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