Verpackte Salate: Vor dem Verzehr gut waschen
Salatmischungen und Keimlinge können mit Keimen belastet sein.
(aid) – Frische Keimlinge und küchenfertig verpackte Salatmischungen können mit krankheitserregenden Keimen verunreinigt sein. Das gilt vor allem für Salate mit Weiß- und Rotkohl, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Durch gründliches Waschen können Verbraucher die Keimbelastung aber deutlich verringern.
Intakte Salat- und Kohlblätter bieten einen gewissen natürlichen Schutz gegen Listerien, Salmonellen oder E.-coli-Bakterien. Werden sie jedoch geschnitten, tritt Zellsaft aus, und das zieht Keime an. Die hohe Luftfeuchte in den Plastikverpackungen fördert zusätzlich das Wachstum der Mikroorganismen. Daher sind Salatmischungen und Keimlingen aus der Tüte trotz Kühlung leicht verderblich, wie Untersuchungen des BfR bestätigen.
Im Jahr 2009 standen 59 frische, verpackte Keimlinge aus dem Einzelhandel auf dem Prüfstand. Die Laboranalyse zeigte, dass sich die Mikroorganismen bereits innerhalb weniger Tage vermehren und die Belastung am Mindesthaltbarkeitsdatum überdurchschnittlich hoch ist. Im Jahr 2008 wurden 133 Mischsalate geprüft. In 5 % der Proben, insbesondere mit Zusätzen von Weißkohl, war der Krankheitserreger Listeria monocytogenes nachweisbar. Die Bakterien haften fest an der Oberfläche der Pflanzen und können sogar in das Gewebe eindringen, erklären die Forscher. Vermutlich gelangen die Keime durch Kompostdüngung, Gießen mit verunreinigtem Wasser oder Hygienemängel bei der Verarbeitung auf die Produkte.
Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Information Nr. 26/2010 vom 16. Juni 2010
Quelle:
was-wir-essen.de, Newsletter Nr. 13/2010 vom 30.06.2010
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