Viel Bewegung in der Freizeit: Schach dem Körperfett
Zwillingsstudie: Positiver Langzeiteffekt unabhängig von Genetik

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Manche Menschen neigen eher zu Übergewicht als andere. Wer bisher seine Pfunde als ererbtes Schicksal wahrgenommen hat, muss möglicherweise umdenken. Eine finnische Langzeitstudie hat in einem Untersuchungszeitraum von 1975 bis 2005 bei ein- und zweieiigen Zwillingspaaren die Entwicklung von Fettgewebe untersucht. Die Ergebnisse sind eindeutig: Auch bei gleichen genetischen und umweltbedingten Voraussetzungen bremst eine über Jahre erhöhte Körperaktivität in der Freizeit eindeutig die Entwicklung von Körperfett.
Für die Studie wurden Zwillingspaare ausgesucht, die sich in ihrer körperlichen Aktivität deutlich unterschieden, bezogen auf ihren Energieverbrauch in der Freizeit. Keine Unterschiede gab es bei den Zwillingen hinsichtlich ihrer Bewegung im Beruf und/oder Haushalt. Auch beim Alkohol- und Nikotinkonsum oder der Energieaufnahme lagen die Vergleichspartner gleich auf. Jedoch trugen die in ihrer Freizeit körperlich inaktiven Zwillinge eine deutlich höhere Fettmasse mit sich herum als ihre bewegungsfreudigeren Brüder und Schwestern. Außerdem tendierten sie zu einem höheren Körpergewicht sowie einem größeren Bauchumfang. Die Forscher fanden zudem in dieser Gruppe eine erhöhte Rate an Diabetes Typ 2 und an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Demnach hat eine langfristige körperliche Aktivität in der Freizeit einen anhaltend positiven Effekt: Sie beugt der Bildung von Fettdepots vor und kann so als Präventionsfaktor betrachtet werden. In der Zwillingsstudie zeigte sich dieser unabhängig von den gleichen genetischen und umweltbedingten Voraussetzungen der Teilnehmer.
Quelle:
Informationskreis Mundhygiene und Ernährungsverhalten, IME-Pressedienst Ausgabe 2/2010
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