Vogelgrippe: Erster Ausbruch in Europa in diesem Winter
Virus auf ungarischem Gänsebetrieb und auf Truthahn-Mastbetrieb in England nachgewiesen

Bildquelle:
www.photocase.com
(aid) – Das Vogelgrippe-Virus ist nach Europa zurückgekehrt. Nachdem das Virus zuerst auf einem ungarischen Gänsebetrieb nachgewiesen wurde, sind nun im Südosten Englands auf dem größten Truthahn-Mastbetrieb Europas 1.500 Puten verendet. Aus Sicherheitsgründen werden jetzt alle 160.000 Tiere geschlachtet und eine Schutzzone eingerichtet. Menschen haben sich weder in Ungarn noch in England infiziert.
Seit dem Fund eines an H5N1-verendeten Schwanes im August 2006 im Dresdener Zoo sind dies die ersten Fälle in der EU in diesem Jahr. Das Risiko einer Infektion von Nutzgeflügelbeständen mit Vogelgrippe hat sich in Deutschland nicht geändert, es gilt weiterhin als hoch. Für Menschen besteht aber kein erhöhtes Risiko.
Die Wissenschaftler des Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit (Friedrich-Löffler-Institut, FLI) hatten erst im Dezember 2006 mitgeteilt, dass das Virus in Europa weiterhin präsent ist, auch wenn es in den letzten Monaten nicht nachgewiesen wurde. Deshalb muss der Kontakt von Wildvögeln mit Geflügelbeständen auch weiter unbedingt verhindert werden. In Deutschland besteht noch bis zum 28. Februar dieses Jahres eine Stallpflicht für Geflügel. Allerdings gibt es großzügige Ausnahmeregelungen für nicht gefährdete Gebiete.
Quelle: ZDFheute.de – Magazin, Beitrag vom 30. Januar 2007
Quelle:
was-wir-essen.de, Newsletter Nr. 3 vom 07.02.2007
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