Vogelgrippe: Infektionen von Wildvögeln häufen sich
Aufgrund der neuen Funde von Vogelgrippe in Deutschland, Frankreich und der Tschechischen Republik schätzt das Friedrich-Loeffler-Institut die Gefahr einer Einschleppung in Nutzgeflügelbestände wieder höher ein.

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(aid) – Die Zahl der mit dem H5N1-Virus infizierten Wildvögel in Deutschland steigt weiter an: Neben Bayern und Sachsen gibt es inzwischen auch Funde infizierter Wildvögel in Thüringen und Sachsen-Anhalt. Wie das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit in einer Pressemitteilung vom 6. Juli 2007 meldete, bestätigte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) den Befund des hochpathogenen Virus bei einer verendeten Gans in einem Thüringer Geflügelbestand. Der betreffende Kleinbestand mit vier Gänsen und fünf Enten wurde bereits getötet.
Aufgrund der neuen Funde von Vogelgrippe in den letzten beiden Wochen hierzulande und auch in Frankreich und der Tschechischen Republik schätzt das FLI die Gefahr einer Einschleppung des H5N1-Virus in Nutzgeflügelbestände in Deutschland wieder höher ein. In einer Bewertung vom 06. Juli 2007 wurde das Risiko von „mäßig“ auf „hoch“ heraufgesetzt und erreicht damit die zweithöchste von fünf Alarmstufen.
Die erneuten Nachweise in mehreren Bundesländern in Deutschland zeigen, dass das Virus in der einheimischen Wildvogelpopulation präsent ist, erklärte das FLI. Das Risiko des Eintrags über den illegalen Handel bleibe nicht bestimmbar und werde daher im Sinne des Vorsorgeprinzips weiterhin mit hoch bewertet. Das Risiko über den legalen Handel sei auf Grund der Beschränkungen im Handel jedoch vernachlässigbar. Die Gefahr einer Einschleppung über den Personen- und Fahrzeugverkehr erscheine wegen der gegenwärtigen Verbreitungslage in Europa gering.
Quelle: Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit, Pressemeldung des vom 06.07.2007, Friedrich-Löffler-Institut (FLI), Pressemitteilung vom 06.07.2007
Quelle:
was-wir-essen.de, Newsletter Nr. 14 vom 11.07.2007
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