Vogelgrippe: Infektionsrisiko ist gesunken
Seit August 2006 sind in Europa keine Fälle von H5N1 bei Wildvögeln mehr beobachtet worden.

Bildquelle:
www.photocase.com
(aid) – Die Gefahr der Einschleppung des Vogelgrippe-Virus H5N1 durch Wildvögel in deutsche Nutzgeflügelbestände hat sich verringert. In einer aktuellen Bewertung hat das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (Friedrich-Löffler-Institut, FLI) das Risiko von „hoch“ auf „mäßig“ zurückgestuft.
Seit August 2006 sind in Europa keine H5N1-Fälle bei Wildvögeln mehr beobachtet worden. Das Institut hält es aber für möglich, dass das Virus in Wildvögeln noch vorhanden ist. Auch andere Subtypen des Virus, die nicht so schnell und so stark krankmachen, können noch vorliegen. Diese können sich jederzeit in die stark krankmachenden Viren des Typs H5N1 umwandeln.
Das Bundesforschungsinstitut unterscheidet zwischen dem Risiko durch Zug- und einheimische Wildvögel. Da der Frühjahrsvogelzug fast abgeschlossen ist, bewerten die Wissenschaftler das Risiko einer Ansteckung des Hausgeflügels in Deutschland als gering. Die Gefahr einer Ansteckung durch heimische Wildvögel beurteilen sie als mäßig. Die Zurückstufung des Infektionsrisikos könnte eine zeitnahe Lockerung des derzeit geltenden Aufstallungsgebotes zur Folge haben.
Quelle: Friedrich-Löffler-Institut (FLI), Pressemeldung vom 27. April 2007
Quelle:
was-wir-essen.de, Newsletter Nr. 10 vom 16.05.2007
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